Pietro Aretino, die Geißel der Prinzen

Er musste so stark über einen schlagfertigen Witz über seine Schwestern lachen, dass er vom Stuhl fiel und starb: Ein „unglaubliches und ironisches“ Ende für einen der bissigsten Schriftsteller des 16. Jahrhunderts, der am Friedhof der Kirche San Luca in Venedig begraben wurde. (Heute steht auf diesem Friedhof ein Wohngebäude, wo übrigens noch heute der Geist Pietros umgehen soll!)

Quelle: Wikipedia – Pietro Aretino, Gemälde des Tizian

Seine jungen Jahre …

Wie sein Nachname uns verrät kam Pietro aus Arezzo in Umbrien. Wir wissen nicht sehr viel über seinen Vater, aber seine Mutter stand diversen Malern Modell für Madonnenbilder, was den Stolz des Sohnes Pietro enorm schürte.

Mit nur 12 Jahren ging er nach Perugia und musste die Stadt Hals über Kopf verlassen, da er sich einen ungewöhnlichen Streich erlaubt hatte: Er hatte einem Madonnenbild einfach eine Mandoline hinzu gefügt.

Bissige Schriften in Rom

Pietro verschwand ein paar Jahre von der Bildfläche (vielleicht war er ein Kneipenwirt, ein Straßensinger oder dein Galeerensträfling?) bis er in der ewigen Stadt wieder auftauchte, wo er für den Bankier Agostino Chigi arbeitete, der in seinem Haus Künstler und Intellektuelle willkommen hieß.

In Rom gab es damals (und noch heute) eine Statue mit dem Namen Pasquino auf welcher die Römer ihre witzigen und satirischen Kommentare zum Zeitgeschehen anhefteten. Daher wurden diese Schriften Pasquillen genannt. Auch Pietro begann hier bissige Kommentare zu veröffentlichen, wurde in ganz Rom bekannt und so bald einer der Gäste an der Tafel des Agostino Chigi.

Als nun Papst Leo X starb (ein Medici) und Hadrian IV an die Macht kam (ein Holländer) gegen den Aretino diverse bissige Kommentare verfasst hatte, musste Pietro die ewige Stadt verlassen und wurde am Hof der Gonzaga in Mantua als Hofdichter angestellt. Dort blieb er jedoch nicht sehr lange, denn Hadrian IV starb bald und so konnte er nach Rom zurück kehren.

Quelle: Wikipedia – Pasquino in Rom

Gossip bringt Geld

Francesco Berni schrieb übe Pietro:

Er bestreitet seinen Unterhalt, indem er infame Lästerungen von sich gibt. Er hat ein geschliffenes Mundwerk und kennt jede kompromittierende Anekdote dieser Stadt. […] Jedermann fürchtet seine satirische Ader, und ihm macht es Spaß sich einen zynischen, schamlosen Lästerer nennen zu hören.

Tatsächlich hatte Pietro schnell festgestellt, dass die literarische Betätigung eine unversiegbare Geldquelle war: Sobald er jemanden öffentlich in seinen Schriften lobte klangen die Münzen und falls dieser nicht zahlen wollte, so hätte er riskiert, dass Aretino unangenehme Details über sein Privatleben preis gegeben hätte.

Ab nach Venedig …

Nach einem Attentat auf sein Leben begab sich Aretino nach Venedig, wo er einen Palazzo am Canal Grande mietete und Hof hielt. Er nannte die bekanntesten Namen des 16. Jahrhunderts seine Freunde, u.a. Tizian (der ihn sechs Mal malte) und Jacopo Sansovino.

Seine Schriften waren jedoch nicht nur bissig, sondern auch zügellos und pornographisch: Stellt euch vor, seine Kurtisanengespräche wurden diverse Male gedruckt und neu aufgelegt!

  •   Hat sehr großen Spaß gemacht. Für alle Fragen eine Antwort und gute Tipps.

    thumb Nina
    10/19/2021
  •   Beatrice hat es wunderbar geschafft sowohl uns als auch unseren Teenagern die Begeisterung für Venedig zu vermitteln und uns die spannenden historischen Hintergründe humorvoll zu vermitteln. Können wir herzlichst empfehlen!

    thumb Thomas
    10/19/2021
  •   Vielen Dank für die tolle Führung. Unsere 3 Kinder (18, 15 und 12) haben deine abwechslungsreiche und gut durchdachte Stadtführung in die versteckten Ecken mit dessen spannenden Geschichten sehr genossen. Wir werden Bea in unserem Kollegenkreis weiter empfehlen. Herzlichen Dank!

    thumb Michèle
    10/04/2021
  •   Wir haben Dank Beatrice sehr viel über Venedig erfahren!!

    thumb Waltraud
    9/10/2021
  •   Beatrice hat diese Tour überaus lebendig und ansprechend gestaltet. Sie kennt sich sehr gut aus und ging auf alle Fragen ein. Wir haben Ecken von Venedig kennengelernt, die wir alleine nicht entdeckt hätten. Besonders hat uns die bunte Mischung aus geschichtlichen, kulturellen und lokaltypischen Infos gefallen. Ein tiefer Einblick in die venezianische Seele. Kommunikation im Vorfeld war super, das Treffen reibungslos.
    Die Tour war sowohl für uns Erwachsene, als auch für unser 10-jähriges Kind spannend und informativ.
    Wir würden sofort wieder mit Beatrice Venedig entdecken.
    Alles Gute !

    thumb Andrea
    8/31/2021
  •   Unsere Tour mit Beatrice war sehr kurzweilig und informativ, mit vielen Geschichten und historischen Hintergründen. Ich kann diese Tour nur empfehlen.

    thumb Bernd
    8/25/2021
  •   Wir können Beatrice jedem nur empfehlen.Sie hat uns (Familie) einen sehr kurzweiligen Nachmittag bereitet und hat uns auch außerhalb der Tour tolle Tipps gegeben.Danke dafürhat viel Spaß gemacht!

    thumb Kristin
    8/25/2021
  •   Die Tour war absolut super! Mal eben 2-3 Ecken abgebogen und schon war man an ruhigen Gässchen, schönen Fassaden oder an schmalen Kanälen.

    thumb Thomas
    8/18/2021
  •   Spaßig, super freundlich, flexibel, viel gelernt! Beatrice weiß wirklich alles über Venedig - von der Entstehung der Stadt bis heute!

    thumb Manfred
    8/02/2021
  •   Wir haben mit unserem 8-jährigen Sohn an der Tour teilgenommen. Beatrice hat eine super Kombination hinbekommen, den Stadtspaziergang sowohl für uns Erwachsene wie auch für ein Kind spannend und kurzweilig zu gestalten. Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Jederzeit gerne wieder.

    thumb Daria
    8/02/2021


Spürt die Magie Venedigs

  • Alle Orte und Gässchen werden sorgfältig von mir ausgewählt/geplant.
  • Entdeckt Venedig mit einer kleinen Gruppe von maximal 8 TeilnehmerInnen oder mit einer privaten Tour.
  • #enjoyrespectvenezia und ihre Einwohner indem ihr die Stadt mit einer kleinen Gruppe oder privaten Tour entdeckt. Die urbane Beschaffenheit Venedigs, ihre engen Gässchen und kleinen Campi, ist nicht für große Gruppen geeignet.
  • Die Touren können den persönlichen Interessen und Bedürfnissen angepasst werden.
  • In Italien, wie auch in anderen Staaten der EU, ist eine Gewerbelizenz für Fremdenführer verpflichtend. Indem ihr eine Tour mit mir oder einem/r meiner KollegInnen buchen – anstatt bei einem unbefugten Guide – unterstützen ihr eine Person, die all ihre Leidenschaft in ihre Arbeit steckt und in stetige Weiterbildung.

error: Attention: This content is protected and subject to copyright!